300 tausend Euro mehr für das Gebäude Konrad-Adenauer-Straße 10, eine halbe Million mehr für die Stadionsanierung, 400 tausend mehr für die Pestalozzi-Kita und zwei Millionen mehr für das Feuerwehrgerätehaus in Lachen-Speyerdorf. Das sind nur einige der Beispiele bei denen die Stadtverwaltung den städtischen Gremien erhebliche Kostensteigerungen vorlegen mussten. „Und die meisten Projekten mit erheblicher Zeitverzögerung“, kommentiert Pascal Bender, der Fraktionsvorsitzende der SPD diese Entwicklung. „Und natürlich liegt es aus Sicht der Stadtspitze nicht an den Planungen oder dem Baumanagement der Stadt, sondern an einer Vielzahl von Gründen, für die niemand in der Stadtspitze die Verantwortung trägt. Wer übernimmt die Verantwortung für die Kostensteigerungen und Zeitverzüge?“, fragt Marc-Finn Klein, Co-Vorsitzender des SPD Ortsvereins Neustadt. Kostensteigerungen bei Baupreisen seien zwar tatsächlich zu beobachten, bei den städtischen Projekten seien diese aber auch auf sehr lange Umsetzungszeiten wichtiger Projekte zurück zu führen. „Wer übernimmt bei den städtischen Projekten die Planungskoordination und die Projektsteuerung und stellt das Controlling sicher?“, möchte Klein wissen. Die aktuelle Stadtspitze sei den Bürgerinnen und Bürgern als „Expertenführung“ präsentiert worden. Vor dem Hintergrund der Situation städtischer Bauprojekte bestünden doch starke Zweifel an dieser Selbstwahrnehmung, so die SPD. Für einen effizienten Umgang mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger ist für Klein und Bender klar: „Wir fordern die Stadt dazu auf, die Maßnahmenplanung und das Projektmanagement so aufzustellen, dass Projekt zügig und im Rahmen der kalkulierten Kosten umgesetzt werden, wie das auch die Fraktion der SPD im Stadtrat seit Jahren fordert.“