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VorwortDie Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hieß bis 1891 Sozialistische Arbeiter-Partei Deutschlands (SAPD) und entstand l875 durch die Vereinigung des 1863 unter Lassalle gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Vereins {ADAV, sog. Lassalleaner) und der 1869 von Bebel und Liebknecht in Eisenach gegründeten Sozial-Demokratischen Arbeiter-Partei (SDAP, sog. Eisenacher). Das Gründungsjahr 1863 der Lassalleaner gilt auch als Geburtsjahr der SPD im Sinne einer ununterbrochen, wenn auch manchmal verboten bestehenden Organisation. Noch älter sind natürlich Meinungsäußerungen, Einzelpersonen und auch frühere Organisationen, von denen (noch) keine personellen Verbindungen zu den späteren Parteien nachweisbar sind, die aber mit der Arbeiterbewegung und dem Sozialismus geistig und programmatisch verwandt sind. Sie dürfen in einer Geschichte der Partei nicht fehlen. Während die SPD als Ganzes ihre Geschichte immer pflegte, entdeckten ihre regionalen und örtlichen Gliederungen (Bezirke und Ortsvereine) die Vergangenheit vielfach erst in den letzten Jahren1.So auch der Ortsverein Neustadt. Sein dmaliger Vorsitzender Klaus Lais regte 1977 an, die Geschichte zu erforschen. Ich war damals im Ortsvereinsvorstand und als Historiker moralisch gezwungen, die Mühe trotz meines Hauptberufs als Verwaltungsjurist auf mich zu nehmen. Ich veröffentlichte meine ersten Ergebnisse (bis 1933) im August 1978. Seit 1983 drängte Lais auf eine Ergänzung. Ich habe daraufhin alles neu geschrieben und bis heute (1985) fortgeführt. Die Schilderung soll allgemein verständlich, wissenschaftlich genau und objektiv sein. Ich sehe in der Geschichte einen wichtigen Baustein der parteipolitischen Arbeit. Ich möchte diese Arbeit für eine menschlichere, sozialere und tolerantere Gesellschaft, für mehr Demokratie und politische Moral in Staat und Partei auf meine Art unterstützen. Ich danke allen, die mir halfen.
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